Samstag, 1. September 2012

Zum dritten Mal

Vielen Dank an alle, die mir gute Besserung wünschten. Eure schönen Gedanken, Kommentare, Mails und Telefone, haben gewirkt und es geht meiner Schulter besser. Mein lieber Mann hilft mir überall, nur was das Kochen anbelangt, das überlässt er gänzlich mir. So machte er den Vorschlag, gleich nochmals zu verreisen, so dass ich mich einfach nur bedienen lassen konnte. Kurz entschlossen sind wir zum dritten Mal in diesem Jahr ins Wallis gefahren. Diesmal war Saas-Fee an der Reihe, dort war ich zum letzten Mal vor 33 Jahren! Es hat sich sehr verändert in dieser Zeit, ist viel grösser geworden. Trotzdem ist es noch ein Dorf geblieben und ich fühlte mich da wohl.



Es war ein wunderschöner Aufenthalt, obwohl ohne Wandern, dafür benutzten wir rege die Bergbahnen. Der Besuch auf dem Mittelallalin mit seinem Drehrestaurant, (3'456 m) war der Höhepunkt. Eine Rundumsicht - ich hätte noch lange da oben bleiben können. Das Wetter spielte auch mit und die Sonne und Wolken lieferten uns das tollste Schauspiel. Auf dem Gletscher trainierten in verschiedenen Disziplinen die Junioren und einigen Alpinisten konnten wir bei ihren Gipfelbesteigungen zusehen. Es ist ein unvergesslich schöner Tag geworden. Einige tolle Wanderrouten konnte ich mit dem Fernglas verfolgen und werde nun zusehen, dass ich schnellstens wieder über oder auf die Berge kraxeln kann.

Gestrickt habe ich auch, und Stöffchen ausgewählt für die nächsten Projekte, nur gibt es davon noch keine Bilder. Es ist ja momentan so kühl geworden, dass der Ofen mit Holz gefüllt wurde und das Feuer bringt eine angenehme Wärme. So wünsche ich euch ein angenehmes Wochenende in der warmen Stube.


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Sonntag, 26. August 2012

Es war einmal....

Schon ist es Vergangenheit, aber schön war es - und wirklich traumhaftes Wetter dazu. Vielen Dank für eure guten Wünsche, sie haben mich sehr gefreut.


Ein tolles Angebot der SBB haben mein Mann und ich genutzt. Unsere Fahrt ging über Luzern - Bern ins Wallis. Als wir in Zermatt aus der Bahn stiegen, wurden wir mit Alphornklängen empfangen.

........natürlich für alle Touristen!


Das Dorf Zermatt erkundeten wir in einem Rundgang, mit seinem kleinen, noch alten Kern. Es ist zwar autofrei, für mich jedoch zu sehr touristisch und es hat fast nichts mehr Identisches. Deshalb würde es ich nicht zu meinen liebsten Plätzen zählen und für einen längeren Aufenthalt einen anderen Ort wählen. Ich mag es halt lieber etwas ruhiger, ohne den grossen Rummel. Die grandiose Bergwelt rundherum und die vielen Möglichkeiten lassen all das jedoch vergessen. Zum Wandern oder Skifahren ist diese Gegend wohl fast nicht zu überbieten.

Die Sicht auf das Matterhorn, 4478 m, aus unserem Hotelzimmer.


Die Berg-Bahnen mussten bei dieser Sicht natürlich benutzt werden. So war ich zum ersten Mal auf dem "Klein Matterhorn", auf 3883 m. Das Panorama: atemberaubende italienische, französische und Schweizer Alpenriesen. Der Mont Blanc, höchster Berg der Alpen, scheint zum Greifen nah.




Gornergratbahn

Ein weiterer Höhepunkt dann die Fahrt mit der Gornergratbahn. Auf der Aussichtsplattform, 3131 m, wurden die Riesen unserer Alpen nochmals gründlich betrachtet und etwas später blieb mir da sogar noch Zeit zum stricken :-).



Denn, mein Mann unternahm von da aus allein eine kleine Wanderung. Hat von euch schon jemand auf so einer Höhe gestrickt?? Am Abend genossen wir gemeinsam, auf fast 3100 m, ein Sunset-Dinner im Kulmhotel..... mit Blick auf das Matterhorn, 4478 m.

Himmelsherold (Eritrichum nanum).
Auf seiner Wanderung hat Mein Mann auch diese Seltenheit, den Himmelsherold, gesehen und fotografiert. Es wächst nur zwischen 2'500 und 3'400 Höhenmetern. 

Die Heimreise buchten wir mit dem Glacier Express. Von Zermatt über Brig - Andermatt - Oberalppass, dann durch die Rheintalschlucht bis nach Chur in diesen Panoramawagen, auch das war ein schönes und erholsames Erlebnis.


Halt beim Bahnhof in Andermatt


Nach dem letzten Umsteigen dann ist es passiert: Ich wollte unseren Koffer im Zugsabteil anders platzieren, zerrte mit ausgestrecktem Arm daran, und das war für meine Schulterbänder eindeutig zu viel. Resultat: Vorläufig bin ich in ein Orthopädisches Gilet eingezwängt, bis nach weiteren Untersuchungen (MRI) fest steht, wie viel genau abgerissen ist. Nun kommt zu meinem Problem mit der linken Hüfte und dem rechten Knie auch noch die rechte Schulterverletzung dazu. Damit wollte ich euch eigentlich verschonen, aber meine grössten Leidenschaften, das Wandern und Stricken, ist davon betroffen, und somit auch mein Blog. Und jetzt könnt ihr auch verstehen, wieso ich in dieser herrlichen Bergwelt nicht zu Fuss unterwegs war und mein Mann alleine gewandert ist.

Da die rechte Hand ziemlich frei beweglich ist, geht das Stricken eine gewisse Zeit, ist jedoch sehr ermüdend. Was im Wallis gestrickt wurde, zeige ich euch später. Nun kreisen meine Gedanken um die schon längst fälligen Nähprojekte. Es wird schon wieder etwas entstehen, ich wehre mich mit HAND UND FUSS und lasse mich nicht so schnell unterkriegen.

Die Aktionen in meinem Shop laufen noch bis am 31. August. Bis dahin könnt ihr noch zugreifen, es lohnt sich.



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